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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Dr. Stephanie Höhn bei uns im Gespräch

BLL: Wie hoch ist der Anteil an Älteren Patienten in Ihrer Praxis?

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Höhn: Der Prozentsatz an Älteren ist höher, sie brauchen mehr Betreuung wegen der Medikamenteneinstellung und haben oft mehrere  Krankheiten die beobachtet und kontrolliert werden müssen.

BLL: Was sind die häufigsten Krankheitsbilder bei Menschen ab 50?

Höhn: Männliche wie weibliche Patienten über 50 leiden am häufigsten an zu hohem Blutdruck und Diabetes – fast schon eine Volkskrankheit.

BLL: Wie könnte man dem Vorbeugen?

Höhn: Ich empfehle in meine  Patientengesprächen eine Vorsorge, die eine frühe Erkenntnis mit sich bringt und den Krankheitsverlauf auch günstig beeinflusst.

BLL: Sind die Menschen von heute fitter, gesünder und leben länger als früher?

Höhn: Durch die moderne Medizin gibt es viele Möglichkeiten Krankheiten zu behandeln. Das Bewusstsein bei den Patienten für die eigene  Gesundheit ist gestiegen, der Informationsbedarf ist deutlich größer.

BLL: Mit welchen Vorstellungen kommen ältere Patienten in die Praxis?

Höhn: Der Wunschtraum jedes Patienten ist, ohne  große  Beschwerden älter werden und ohne Einbussen an Lebensqualität ins hohe Alter kommen.

BLL: Wie beurteilen Sie die letzte Gesundheitsreform in Deutschland?Höhn: Es ist für uns Ärzte schwer schwierig, denn die Gesundheitsausgaben für Labor und Medikamente werden immer mehr gekürzt, daraus ergeben sich zwangsläufig Einschränkungen in der Diagnostik und in der Behandlung. Dies trifft natürlich vor allem die älteren Menschen, die mehr Medikamente und Behandlungen brauchen.

BLL: Wie sehen Sie die im Moment geführte Diskussion über Kassenzulassung oder Privatpraxis?

Höhn: Die Unzufriedenheit der Ärzte ist  da natürlich verständlich. Es hängt aber vom Standort ab. Da die einkommensstarke Bevölkerung meist eine Privatversicherung hat, ist es ideal wenn das Klientel aus Kassenpatienten und Privatpatienten besteht.

BLL: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Höhn: Weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Betreuung der Patienten zu haben.

Weniger Reglementierung die eine optimale Behandlungsmöglichkeit einschränken.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 

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