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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Zu viel tierisches Eiweiß erhöht NAFLD-Risiko

ei Norbert Enyegue pixelio.de 1 250x165 Zu viel tierisches Eiweiß erhöht NAFLD RisikoBei älteren Menschen ist nicht die Kalorienmenge allein ausschlaggebend für eine Fettlebererkrankung.

Viel tierisches Eiweiß in der Ernährung erhöht das Risiko einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD), wie Forscher des Erasmus Medical Centre ermittelt haben. Die Ergebnisse der “Rotterdam Study” werden auf dem International Liver Congress 2017 präsentiert. Zusätzlich hat das Forscherteam um Louise Alferink nachgewiesen, dass der Fruktosekonsum an sich nicht so schädlich sein dürfte, wie bisher angenommen.

Gefahr von Nebenerkrankungen

NAFLD gehört zu jenen Erkrankungen, die eine große Gefahr für die Gesundheit darstellen. Sie kann zur dauerhaften Vernarbung des Gewebes und in der Folge zu Krebs und einem Leberversagen führen. Zusätzlich erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Atherosklerose. Laut Schätzungen leiden derzeit rund eine Mrd. Menschen an einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung. Mit 20 bis 30 Prozent sind die westlichen Länder am stärksten betroffen. Damit erreicht diese Krankheit die Dimension der ständig zunehmenden Fettleibigkeit.

In einem frühen Stadium kann eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung durch Veränderungen der Ernährung und des Lebensstils wie einer Gewichtsreduktion behandelt werden. Derzeit wird intensiv diskutiert, ob eine Verringerung des Gewichts alleine ausreicht. Es liegen immer mehr Beweise dafür vor, dass eher die Zusammensetzung der Ernährung und nicht die Kalorienmenge von entscheidender Bedeutung ist. Laut Alferink fehlen auch heute noch Empfehlungen für eine richtige Ernährung. “Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass bei älteren Menschen mit Übergewicht ein Zusammenhang zwischen tierischem Eiweiß und dieser Krankheit besteht.”

Fruktosekonsum nicht so schlimm

Laut der Forscherin zeigen die aktuellen Ergebnisse im Gegensatz zu den derzeit geltenden Empfehlungen gegen Lebensmittel mit Fruktose keinen an sich problematischen Zusammenhang mit dieser Krankheit. “Wir haben sogar einen leicht positiven Zusammenhang nachgewiesen, der sich jedoch abschwächte, wenn metabolische Faktoren berücksichtigt wurden. Diese Ergebnisse sollten mit Vorsicht interpretiert werden. Wir nehmen jedoch an, dass die erhöhte Aufnahme von gesunden Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, die reich an Antioxydantien sind, diese Ergebnisse teilweise erklären könnten.”

Bei der Rotterdam Study handelt es sich um eine laufende bevölkerungsbezogene Studie, an der 3.440 Personen teilnehmen. 1.040 Teilnehmer sind mit einem BMI unter 25 schlank, 2.400 mit einem BMI über 25 übergewichtig. Das Durchschnittsalter beträgt 71 Jahre. Bei 35 Prozent der Teilnehmer, insgesamt 1.191 Personen, wurde mittels Ultraschalluntersuchung eine Fettleber festgestellt. Zusätzlich beantworteten die Teilnehmer einen sehr umfangreichen Fragebogen zu ihrem Lebensmittelkonsum.

 

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Foto: Norbert Enyegue / pixelio.de


 

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