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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Inhaltsstoffe von Nüssen sind gesundheitsfördernd

 Inhaltsstoffe von Nüssen sind gesundheitsförderndNüsse können das Wachstum von Krebszellen im Darm reduzieren.

Forscher der Universität Jena haben ihre neue Studie im Fachmagazin “Molecular Carcinogenesis” veröffentlicht. “Bereits seit längerem wissen wir, dass Nüsse voller Inhaltsstoffe stecken, die gut sind für das Herz-Kreislaufsystem, die vor Übergewicht schützen oder Diabetes”, sagt die Jenaer Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Schlörmann.

Schutzmechanismen identifiziert

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Nüssen beruht unter anderem darauf, dass die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Sauerstoffspezies aktiviert wird. Solche Substanzen, die beispielsweise durch ultraviolette Strahlung oder verschiedene Chemikalien entstehen, können Zellschäden verursachen, die zur Krebsentstehung führen.

Macadamia-, Hasel- und Walnuss sowie Mandeln und Pistazien untersucht

“Der Körper verfügt aber über eine ganze Reihe von Schutzmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen”, so Schlörmann. Diese, so haben die Jenaer Ernährungswissenschaftler nun gezeigt, werden durch Nüsse und ihre Inhaltsstoffe angekurbelt. Untersucht haben die Forscher die Wirkung von insgesamt fünf verschiedenen Nusssorten: Macadamia-, Hasel- und Walnuss sowie Mandeln und Pistazien. Dazu sind die Nüsse künstlich – im Reagenzglas – “verdaut” worden.

Programmierter Zelltod induziert

Die entstandenen Verdauungsprodukte haben die Wissenschaftler anschließend auf ihre Wirksamkeit an Zelllinien untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass etwa die Aktivität der Schutzenzyme Katalase und Superoxiddismutase in den behandelten Zellen ansteigt. Außerdem wird durch die Verdauungsprodukte in den behandelten Krebszellen der sogenannte programmierte Zelltod induziert.

“Diese Wirkung haben wir bei allen untersuchten Nusssorten nachweisen können”, unterstreicht Michael Glei, der die Studie geleitet hat. In einem nächsten Schritt wollen er und sein Team nun herausfinden, ob diese Schutzwirkung durch das Rösten der Nüsse beeinträchtigt wird. Da die meisten der untersuchten Nüsse vorwiegend geröstet verzehrt werden, lasse sich davon möglicherweise eine entsprechende Ernährungsempfehlung ableiten.

 

pte

 

Foto: Jan-Peter Kasper, uni-jena.de

 

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