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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Familiengeschichte für Risiko bei Alzheimer relevant

 Familiengeschichte für Risiko bei Alzheimer relevantErkrankung der Eltern sowie Rolle des Gens TOMM40 entscheidend.

Das mitochondriale Gen TOMM40 erhöht das Erkrankungsrisiko für Alzheimer, wie Forscher der Iowa State University um Auriel Willette ermittelt haben. Die in “Alzheimer’s & Dementia” veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass es drastische Unterschiede bei den Auswirkungen des Gens auf Gedächtnis, kognitive Funktionen und Risiko gibt, die auf der Familiengeschichte bei dieser Krankheit und der spezifischen Länge einer Sektion des Gens beruhen.

Länge des Gens relevant

“Wir haben nachgewiesen, dass – wenn Alzheimer in der Familie nicht vorkommt – dann eine längere Version dieses Gens von Vorteil ist. Sie steht mit einem besseren Gedächtnis bis zu zehn Jahre später und rund einem Fünftel des Alzheimerrisikos in Zusammenhang”, sagt Willette. Litten jedoch die Mutter oder der Vater eines Menschen an Alzheimer, dann hat die lange Version des Gens negative Auswirkungen. “Das ist das genaue Gegenteil.”

Studienteilnehmer im späten mittleren Lebensabschnitt mit einer Erkrankungsgeschichte in der Familie und einer längeren Version des Gens erlebten doppelt so häufig bis zu zehn Jahren später einen Gedächtnisverlust als Personen mit einer Familiengeschichte und einer kurzen Version des Gens. Ähnliche, aber noch deutlichere Ergebnisse wurden in einer weiteren Gruppe älterer Erwachsener mit und ohne Alzheimer beobachtet.

Mitochondriale Funktion

In der Studie konzentrierten sich die Forscher darauf, ob ein Elternteil der Teilnehmer an Alzheimer erkrankt war. Die Ergebnisse zeigen auch einen Zusammenhang zwischen dem Gen, der Familiengeschichte und der mitochondrialen Funktion, die die Energie für Zellen produziert. Der Forscher hat zusätzlich Bereiche wie Insulinresistenz sowie die Proteine und Enzyme untersucht, die oft Probleme bei der Energieregulierung verursachen.

Ziel all dieser Bestrebungen ist es, jene Faktoren zu identifizieren, die eine Erkrankung auslösen. Dafür werden Veränderungen von Gehirn, Blut und anderen Bereichen des Körpers berücksichtigt. Laut Willette lässt sich die Alzheimerforschung mit dem Lösen eines Kreuzworträtsels vergleichen. Auch das könne sehr frustrierend sein. “Findet man aber eine richtige Antwort, kann man damit beginnen, auch die anderen Felder zu füllen.”

 

Foto: pixelio.de/Helene Souza

 

pte

 

 

 

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