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Freitag, 15. Dezember 2017
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Brustkrebs: RANK-Inhibitoren halten Krankheit auf

 Brustkrebs: RANK Inhibitoren halten Krankheit aufNotwendige Medikamente werden schon in anderen Bereichen genutzt.

Die pharmakologische und genetische Blockierung des Signalwegs von RANK/RANKL führt zu einer deutlichen Verringerung des Wiederauftretens von Brustkrebs und damit zu einer Verringerung der Metastasen. Das haben Forscher des Institute of Biomedical Research of Bellvitge nachgewiesen. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass RANK-Inhibitoren, die derzeit bei Patienten mit Osteoporose und Knochenmetastasen eingesetzt werden, auch bei Brustkrebs sinnvoll sein könnten.

Keine neuen Tumore

Krebsstammzellen (CSC) exprimieren große Mengen des Proteins RANK. So ist sogar die Sterblichkeit bei Brustkrebs hauptsächlich auf überlebende CSC nach der Behandlung zurückzuführen. Sie sind für ein erneutes Auftreten der Tumore und die Bildung von Metastasen verantwortlich. Die in “Cancer Research” veröffentlichten Forschungsergebnisse gelten als Durchbruch, da die für eine Behandlung notwendigen Inhibitoren bereits von den zuständigen Behörden zugelassen worden sind.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass die Inhibition des Signalwegs von RANK Brustkrebs verhindern kann. Bisher hat jedoch noch niemand das mögliche Potenzial für die Behandlung der Krankheit nachgewiesen. Bei der aktuellen Studie gelang es nachzuweisen, dass die Inhibition nicht das Tumorwachstum verringert, sondern die Differenzierung fördert. Damit kommt es zu einer Verringerung der CSC und der Bildung von Metastasen. Die Prognosen der Patientinnen verbesserten sich.

Fehlgeleitete Signale schuld

Unter normalen Bedingungen fungieren die Proteine RANK/RANKL als eine Art Übersetzer für die Information, die von Sexualhormonen wie Progesteron geliefert wird. Sie senden ein Signal, dass die Entwicklung der Brustdrüse anregt. Das ist während der Schwangerschaft und des Menstruationszyklus bei allen Frauen der Fall. Wird der Signalweg jedoch fehlgeleitet, beginnen sich die Zellen der Brustdrüse zu teilen, zu vermehren oder sterben ab, wenn sie es eigentlich nicht sollten. In der Folge kommt es zu einer Brustkrebserkrankung.

 

Foto: pixelio.de, NicoLeHe

 

pte

 

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