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Freitag, 27. April 2018
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Videospiele längst nicht mehr nur für Teenies

Noch in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts steckten das Internet, die Computertechnologie und die Gamingbranche in den Kinderschuhen, doch heutzutage durchziehen diese Errungenschaften der Moderne unser gesamtes Leben.

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Ob Online-Gaming, das Zocken unterwegs am Handy oder mit der neuen Nintendo Switch oder der PS Vita oder doch etwas altmodischer das Spielen an Spielekonsolen daheim oder am Rechner – bundesweit wird massenhaft gezockt und das Alter der Spielenden steigt immer weiter.

In Deutschland spielen 43 % der Bevölkerung ab dem 14. Lebensjahr, was bedeutet, dass bundesweit um die 30 Millionen Menschen regelmäßig zocken. Die Verteilung dieses Prozentsatzes ist in etwa gleich zwischen den Geschlechtern aufgeteilt: 43 % der Frauen und 42 % der Männer beteiligen sich rege am Gamingkonsum. Gerade bei den jüngeren Generationen gehört das ständige Zocken zu einem Massenphänomen, aber auch die älteren Generationen werden immer mehr integriert, da auch ihr Interesse am Zocken immer stärker wird, wie eine Umfrage von Bitkom aufzeigt. Als „Silver Gamer“ werden die Gamer bezeichnet, die 50 Jahre alt oder älter sind. Während bei den Jüngeren (14 bis 29 Jahre alt) 74 % der Befragten angeben Video- und Computerspiele zu spielen, sind es bei den 50- bis 64-Jährigen 24 % und bei den Ü65-Jährigen immerhin noch/schon fast jeder Achte (12 %). Das Gaming ist also nicht mehr nur etwas für Jugendliche, sondern in der Breite der Gesellschaft stark etabliert.

Gelegenheitsspiele, wie beispielsweise die online Spielautomaten von Betsson, gehören zu dem Game-Genre, das mit 56 % am häufigsten von Gamern aller Altersklassen genutzt werden. Sie bieten kurzweilige Unterhaltung, die man von unterwegs in Anspruch nehmen kann und zu der man einen schnellen, problemlosen Zugang erhält. Besonders für die Silver Gamers sind es aber nicht nur diese Spaßspiele, die viel benutzt werden, sondern auch Strategie- und Denkspiele, die bei 50 % der Befragten beliebt sind. Sie dienen vor allem dazu, die mentalen Fähigkeiten der Spielenden zu fördern. Die Umfrage hat weiterhin ergeben, dass rund 46 % sich für Renn- und Sportspielen begeistern, während 38 % der Befragten auf klassische Jump’n’Run-Spiele abfahren.

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Games aller Arten haben sich in den letzten Jahren in allen Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten fest etabliert. Der wachsende Markt der Gamingbranche ist nicht erst seit einigen Monaten bekannt, sondern schon seit mehreren Jahren auffällig.

Laut biu-online wächst die Anzahl der Spielenden in Deutschland am meisten in der Ü50-Altergruppe – und das sei nicht erst seit dem letzten Jahr so. Besonders die immer stärker intuitiv veranlagten Steuermechanismen, die durch Bewegung und durch Touchscreens viel einfacher gestaltet sind, als es die ursprünglichen roten/blauen/grünen/gelben/x/y/a/b Knöpfe waren, haben die vielfältigen Spiele und Spielmöglichkeiten in dieser Altersgruppe beliebter gemacht.

Es ist außerdem zu erwarten, dass der Anteil der Silver Gamer in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, nämlich dann, wenn die jetzigen jüngeren Spielgenerationen älter werden, noch weitaus stärker wachsen wird. So kann sich schon heute jeder Dritte der 50- bis 64-Jährigen vorstellen, in Zukunft Video- und/oder Computerspiele zu spielen.

In diesem Sinne dürften und müssen die Spiele- und Softwareentwickler unserer und künftiger Zeiten immer auch ihren Blick auf alle Altersklassen unserer Gesellschaft richten. Der Gaming-Markt und die Rezipientenkreise sind groß und werden immer größer werden.

Fotos: Rainer-Sturm_pixelio.de

 

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