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Sonntag, 24. Juni 2018
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Wir besuchten die Rosentage in Bad Nauheim


516045 R by Cornelia Tietze Boeink1 pixelio 2.de  Wir besuchten die Rosentage in Bad Nauheim

Cornelia Tietze-Boeink1 pixelio 2.de

“Wenn Zeus den Blumen eine Königin geben wollte, müsste die Rose diese Krone tragen” – dieser Satz der antiken griechischen Dichterin Sappho aus dem 6. Jahrhundert vor Christus hat noch heute absolute Gültigkeit. Kein anderes Gewächs fasziniert den Menschen so sehr wie die Rose. Für alle, die die Königin der Blumen lieben, fanden am 18. und 19. Juni 2011 die Steinfurther Rosentage statt.

Im Bad Nauheimer Ortsteil Steinfurth, dem ältesten Rosendorf Deutschlands, wird die Rosentradition seit fast 150 Jahren gepflegt. Das enorme Wissen über Zucht, Pflege und Umgang mit der edlen Blume geben die Steinfurther Rosenbauern gerne weiter.

Das Rosenmuseum im Rosendorf Steinfurth

Gemeinsam mit dem einzigartigen Rosenmuseum organisieren verschiedene Betriebe alle zwei Jahre die Rosentage. “Die Steinfurther Rosentage sind als Tage der offenen Tür zu verstehen”, sagt Sabine Kübler, Leiterin des Rosenmuseums. “Die Besucher können sich in den Betrieben umsehen, zahllose blühende Rosen bestaunen und sich fachlich informieren.”Im Gegensatz zum weithin bekannten Steinfurther Rosenfest, das in allen geraden Jahren mit jahrmarktähnlichen Ständen, vielseitigem Unterhaltungsprogramm, großem Rosenkorso und fulminantem Abschlussfeuerwerk stattfindet, liege der Schwerpunkt bei den Rosentagen auf der Pflanze selbst.

Mit diversen Fachvorträgen, der Vorstellung neuer Rosensorten und individuellen Beratungsmöglichkeiten richten sich die Rosentage vor allem an Interessierte, die ihr Wissen über Pflege und Behandlung von Rosen vertiefen möchten. Das Rahmenprogramm um diesen Schwerpunkt zeichnet sich aber dennoch durch große Vielfalt aus. Wir besuchten die Rosentage in Bad Nauheim

“Vor allem gibt es sehr gute Sachen zu essen”, wie Kübler betont. Alle Betriebe sowie das Rosenmuseum bieten kulinarische Köstlichkeiten an. Viele davon enthalten selbstverständlich rosige Zutaten, wie beispielsweise die Rosentorte aus zartem Biskuit und Rosenblüten. Außerdem sind in einigen Betrieben sowie im Museumsshop Accessoires und Kunstwerke rund um die Rose erhältlich. Besucher können einer Rosentaufe beiwohnen oder eine “rosige Mittsommernacht” im romantisch illuminierten Schaugarten bei Wein und Livemusik erleben.

Einmalige Angebote für Rosen-Liebhaber

Die Themen der Experten-Vorträge reichen von der symbolischen Bedeutung der Rose im Garten über biologischen Rosenanbau oder Rosenblütenernte bis hin zur Pflege von Topfrosen und Sommerschnitt im Rosengarten. Die Besucher können an Rundgängen übers Rosenfeld teilnehmen, eine Ausstellung floristischer Rosengestecke im Wintergarten bewundern oder unter fachmännischer Anleitung ihre eigene Rose veredeln.

Ganz besonders empfiehlt Sabine Kübler ein Angebot der Rosen-Union: “Hier können Sie Erde von zuhause mitbringen, die vor Ort analysiert wird. Dabei erfahren Sie genau, für welche Rosen dieser Boden sich eignet und welchen Dünger sie am besten benutzen. Das gibt es sonst nirgends!”

Ein Highlight im Rosenmuseum ist die Destillation von Rosenwasser: “Kiloweise werden die Rosen in der Destille zu einem zart und zugleich frisch duftenden Rosenwasser verarbeitet”, erzählt die Museumsleiterin. “Obendrauf schwimmen kleinste Tröpfchen reinsten Rosenöls.” In den Ausstellungsräumen des Museums wird die Kunst- und Kulturgeschichte der Rose erzählt. Hier können Besucher die Rose und ihre Symbolik mit allen Sinnen erfahren. Bei einer Lesung am Sonntagnachmittag wird die literarische Gartenbuchreihe “Grünes Glück” vorgestellt.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen in den Rosenbetrieben ist frei, die Rosenwasserdestillation und die Ausstellungen des Museums sind eintrittspflichtig. Ein kostenloser Shuttlebus zwischen den einzelnen teilnehmenden Betrieben sowie dem Rosenmuseum steht zur Verfügung.

Das vollständige Programm zu den Steinfurther Rosentagen 2011 ist erhältlich in der Tourist Information Bad Nauheim, In den Kolonnaden 1, Tel. 06032 / 92 992-0 oder im Internet unter http://www.bad-nauheim.de

pte

 

 


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