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Samstag, 23. Juni 2018
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Falke als Prototyp für Mini-Flugobjekte

 

 Falke als Prototyp für Mini Flugobjekte

Foto: pixelio.de, K. Bouda

Bundeswehr analysiert Flug, um künstliche Ebenbilder zu bauen

Forscher der Universität der Bundeswehr München http://www.unibw.de haben einen Falken in einen Windkanal geschickt. Ziel ist es, die Bewegungen des Vogels zu analysieren, um danach Mikro-Flugobjekte zu bauen. “Wir möchten lernen, wie die Aerodynamik funktioniert”, sagt Michael Brauns von der Universität der Bundeswehr München.

Christian Kähler und sein Mitarbeiter Alexander Friedl von der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik arbeiten für die Analyse des Falkenflugs mit Hochgeschwindigkeitskameras. “Zehn hochauflösende Kameras ermöglichen es uns, bis zu 6.000 Fotos pro Sekunde aufzunehmen”, so Kähler.

Groß wie ein Hühnerei

Die geplanten Mikro-Flugobjekte sollen etwa in eingestürzten Häusern oder Bergwerkstollen nach Verschütteten suchen oder in einem havarierten Atomkraftwerk Messwerte und Bilder aufzeichnen. Dabei sollen sie sich wie ein echter Falke mit Flügelschlägen fortbewegen. “Es handelst sich nicht um militärische, sondern um zivile Forschung”, erklärt Brauns. Die Mikro-Flugobjekte werden zwar an der Universität der Bundeswehr konstruiert, sollen aber für zivile Aufgaben genutzt werden. Die kleinen Flugobjekte sollen etwa so groß sein wie ein Hühnerei.

Flug entscheidend für Konstruktionen

Der Falke, der als Vorbild dient, wird mit Nahrung zum Flug ermuntert. Stress oder Anstrengung verspürt der Vogel beim Flug in dem 20 Meter langen und zwei Meter breiten Windkanal nicht, heißt es. Die Wissenschaftler haben die grundlegenden Messungen bereits abgeschlossen, die Daten werden derzeit von Friedl ausgewertet. Das bisherige Datenmaterial wird Ende des Jahres an die Universität Braunschweig weitergeleitet. “Diese wird die Daten dann im Detail auswerten und die weiterführende Forschung betreiben”, sagt Friedl.

pte

 

 

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