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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Deutsche frieren lieber als Geld zu verheizen

 Deutsche frieren lieber als Geld zu verheizenStromkunden sind preisbewusst, 47 Prozent wollen erst so spät wie möglich die Heizung anschalten.

Trotz der bereits begonnenen kalten Jahreszeit lässt gut jeder zweite deutsche Eigenheimbesitzer (55 Prozent) die Heizung aus Kostengründen vorerst aus – was oft Streitigkeiten in Familien nach sich zieht. Zu diesem Ergebnis kommt das Berliner Vergleichsportal TopTarif in seiner aktuellen Umfrage. Danach will knapp jeder zweite Befragte (47 Prozent) das Heizen so lange wie möglich hinauszögern. Acht Prozent wollen sogar erst dann heizen, wenn es draußen bitterkalt ist.

Frauen versus Männer

Das Thema Heizen ist daher Streitpunkt in Beziehungen, wie die erhobenen Daten zeigen. 38 Prozent der Befragten stimmten dem zu. Dabei gibt es große Geschlechterunterschiede. Tendenziell liegt die Wohlfühltemperatur von Frauen höher als die der Männer – besonders ab 23 Grad Raumtemperatur. Geschlechterübergreifend fühlt sich die Mehrheit (64 Prozent) zwischen 20 und 22,5 Grad am wohlsten. Rund ein Viertel mag es noch wärmer: 23 bis 25,5 Grad.

Einig sind sich die Geschlechter in allen Altersgruppen dagegen bei den Ausgaben. Mehr als die Hälfte gaben an, ihr Heizverhalten aus Kostengründen einzuschränken. Darunter sind nahezu gleich viele Haushalte mit und ohne Kinder. “Die Kosten spielen für Verbraucher eine wichtige Rolle. Doch am Markt zeichnen sich gerade deutliche Preisdifferenzen ab – davon können Verbraucher profitieren. Wer die Unterschiede für sich nutzt, geht deutlich entspannter in die Heizsaison”, unterstreicht TopTarif-Geschäftsführer Arnd Schröder.

Vergleichen der Preise

Preisvergleiche lohnen sich, denn die Preisunterschiede auf dem Gasmarkt sind aktuell so groß wie lange nicht mehr: Eine Familie mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas bezahlt im teuren Grundversorgungstarif derzeit durchschnittlich 1.448 Euro pro Jahr. Das günstigste Angebot kostet hingegen nur 739 Euro jährlich. Der Preisunterschied beträgt dementsprechend 49 Prozent – das entspricht einer jährlichen Entlastung von 709 Euro.

Drei Viertel der Befragten beheizen ihr Eigenheimen mit einer Gas- (49 Prozent) oder Ölheizung (24 Prozent). Dabei profitieren Verbraucher mit einem Heizöltank vom starken Ölpreisverfall der vergangenen zwei Jahre. Auch wenn der Preis für leichtes Heizöl in Deutschland in der ersten Jahreshälfte wieder leicht angestiegen ist, liegt der durchschnittliche Heizölpreis (38,85 Euro/Hektoliter) noch deutlich unter dem des Vorjahres (51,58 Euro/Hektoliter).

 

Foto: pixelio.de/Thorben Wengert

 

pte

 

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