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Samstag, 23. Juni 2018
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Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt flacht ab

 Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt flacht ab

Arbeitsamt: Arbeitslosigkeit sinkt 2012 (Foto: pixelio.de/Matthias Balzer)

Arbeitslosigkeit sinkt 2012 auf 2,84 Mio. Beschäftigte.

Die Arbeitslosigkeit wird im Vergleich zum Vorjahr um 130.000 Arbeitslose auf einen Jahresdurchschnitt von 2,84 Mio. sinken, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) http://www.iab.de mitteilt. “Der Aufwärtstrend, den wir in den vergangenen Jahren gesehen haben, flacht ab. Der Arbeitsmarkt bleibt aber robust”, so IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber.

Schuldenkrise mit Risiken

Die IAB-Experten gehen von einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent aus. Nachdem im vierten Quartal 2011 aufgrund der schwelenden Eurokrise das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent geschrumpft ist, deuten einige Indikatoren bereits wieder auf eine Trendwende nach oben hin. Allerdings birgt die Schuldenkrise nach wie vor Risiken. Jedoch: “Selbst wenn sich die wirtschaftliche Situation aufgrund der Schuldenkrise wieder verschlechtert, rechnen wir nur mit begrenzten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Dieser funktioniert sehr gut”, unterstreicht Weber.

Im vierten Quartal 2012 werden zum ersten Mal seit 1992 wieder mehr als 29 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein. Die Erwerbstätigkeit insgesamt steigt dieses Jahr um 450.000 auf 41,55 Mio. Personen. “Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und in der Exportwirtschaft ist eine gute Beschäftigungsentwicklung erkennbar. Beide Branchen haben während der Finanzkrise 2008/2009 gelitten und haben sich inzwischen erholt”, erklärt Weber.

Immer mehr ältere Arbeitnehmer

Das Arbeitskräfteangebot wächst wegen höherer Zuwanderung und der zunehmenden Erwerbsbeteiligung Älterer um 40.000 Personen. Dabei nimmt das IAB eine Nettozuwanderung von 200.000 Personen an. Das wären doppelt so viele wie der Durchschnitt der letzten zehn Jahre, allerdings etwas weniger als im Jahr 2011.

Relativ stark gestiegen ist zuletzt auch die Erwerbsbeteiligung Älterer, vor allem älterer Frauen. Insgesamt erhöht sich die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen zwischen 2011 und 2012 um fast einen Prozentpunkt. Unter dem Strich steigt das Erwerbspersonenpotenzial damit auf 44,95 Mio. Beschäftigte. “Wir können hier schon von einer Trendwende sprechen. Die Beschäftigungszahl älterer Arbeitnehmer wird noch weiter zunehmen”, sagt Weber abschließend.

pte

 

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