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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ältere Menschen sind sportiv und suchen den Kick

Wir besuchten das Race Center Benni Raich am Pitztaler Gletscher – eine Ski-Rennschule und Trainingscenter, wo wir einige Masters (Senioren) Rennläufer beim Training beobachteten.

Es ist schon erstaunlich, zu welcher Morgenstunde man aufstehen muss um bei der Talstation der Pitztaler Gletscherbahn zu sein, um mit den doch älteren Semestern die erste Auffahrt zu erleben. Allesamt haben einen 3-Tageskurs im Race Center Benni Raich (RCBR) gebucht und wollen sich skitechnisch verbessern.

racer Ältere Menschen sind sportiv und suchen den Kick

Die Stimmung ist trotz der frühen Stunde bestens – um nicht zu sagen euphorisch, alle sind gleich per Du und sie werden von den drei Instruktoren Alfons Schmidt, Harald Schmidt und Heiko Auer dem Team der RCBR herzlichst empfangen. Mit der Schrägseilbahn geht es bis zur Mittelstation auf 2.840 m Seehöhe. In der rund 12 Minuten dauernden Auffahrt wird über allerlei gesprochen. So erfahren wir, dass das RCBR Florian Raich – der Bruder von Benni Raich – das Race Center betreibt.

Oben beim Gletscherrestaurant angekommen, geht es weiter mit dem Schlepplift auf den Brunnenkogel. Hier finden unsere Racer, ein ideales mittelschweres Gelände mit bestens präparierten Pisten zum „Einfahren“. Um diese Zeit sind eigentlich nur Racer auf den Skiern, die breite Masse kommt dann erst nach 9.30 h auf die Piste. Harald instruiert die Racer, wann es zum Trainieren geht und worauf sie beim Einfahren achten sollen. Einfahren heißt bei Racern sich einerseits warmfahren und andererseits achten auf den perfekten Carvingschwung und der ist gar nicht so einfach wie wir später feststellen werden. Auf mittelschwerem Gelände sollen die Racer die richtige Hangstellung, die richtige Beckenhaltung und das wichtige beidseitige Belasten der Skier üben und perfektionieren, bevor das Training zwischen den Torstangen losgeht.

 

Jetzt wird es ernst, die ersten Trainingsläufe beginnen

Am ersten Tag ist Riesentorlauftraining angesagt. Der Torabstand ist ca. 25 m und sehr rund gesteckt, dass bedeutet es geht erst einmal um die Optimierung des richtigen Riesentorlaufschwungs. Wann lenke ich ein, wie weit fahre ich vor zur Torstange und wann bin ich fertig mit dem Schwung beim Tor – das ist die Racersprache am Hang. Es wird vorerst noch nicht mit Zeitnahme gefahren. Heiko bleibt am Start, Alfons sichert die Mitte des Laufs ab und Harald steht am Ende des Kurses, alle sind mit Funkgeräten verbunden. Streng verboten ermahnt Heiko am Start ist es ohne Funkfreigabe den Kurs zu durchfahren, dies wäre zu gefährlich.

Der erste Starter legt los, die ersten Tore noch etwas vorsichtiger, doch nach einigen Toren traut er sich schon näher zu den Torstangen und auch das Tempo scheint schneller zu werden. Dann der zweiter Racer, der geht es schon schneidiger an, kein Wunder wie wir erfahren, er ist auch ein aktiver Mastersskirennläufer und fährt während der Skisaison einige Mastersskirennen.

So fährt jeder seine drei bis vier Läufe und dann geht es wieder hinunter ins Gletscherrestaurant. Dort hat das Race Center einen eigenen Raum und nun kommt etwas ganz besonderes, die Videobeurteilung.

Lernen und verbessern mittels Videostudium

Während der Durchgänge wurden alle Racer bei ihren Läufen gefilmt und nun folgt die Bewertung, die Verbesserung mittels Videoanalyse. Der erste Racer der beim Videogerät sitzt, meint zum Trainer „nein das bin nicht ich, so langsam“! Es ist schon sonderbar wie schonungslos die Zeitlupe Fehlstellungen im Schwung aufzeigen und daraus resultierende Fehler analysiert werden.

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Trainer Harald meint „der Schwungansatz muss passen, fahre mehr zum Tor vor, dann bist Du mit dem Schwung schon vor dem Tor fertig“. Aber auch Beckenfehlstellungen die zu Innenlagen führen werden aufgezeigt. Dann folgt der Spruch zum Tag: „Der Chef beim Skifahren ist der Außenski“ – gemeint ist die Belastung des Außenskis – und dabei dachte ich, ich wäre der Chef, ja so lernt man immer etwas Neues. Wie man sieht gelingt es fast keinem der Teilnehmer einen geschnittenen Carvin-Raceschwung durch den Kurs zu ziehen. Erst wenn man diese Technik beherrscht ist man im Riesentorlauf schnell.

Nach einer guten halben Stunde geht es wieder auf den Trainingshang und alle möchten ihre Fehler ausmerzen und das Gelernte rasch umsetzen. Die häufigsten Fehler beim Skirennlauf von Hobbyfahrern erfahren Sie hier im Video.

Die Teilnehmer sind bunt gemischt vom Hobbyracer bis zum Pistenskifahrer

Nach kurzer Zeit haben wir uns mit den Racern angefreundet und auch etwas über ihre Motive für dieses Racetraining in Erfahrung gebracht. Natürlich geht es für den Masterskirennläufer um eine bessere Zeit, er will seine Zeit um ein bis zwei Sekunden pro Lauf verbessern und dafür trainiert er und holt sich Tipps. Ein anderer Racer der so um die 5o Jahre ist, macht die Skilehrerprüfung und dabei ist ein Riesentorlauf in einer bestimmten Zeit zu durchfahren und dafür trainiert er. Ein anderer teilnehmer, der aus der Umgebung von Innsbruck kommt, will einfach die Carvingtechnik perfektionieren um auf der normalen Piste besser zu fahren.

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Das Erstaunliche an unserem Ausflug war, zu sehen wie fit einerseits Menschen über 50 sind, wie sportlich sie Skifahren können und dies in einer Höhe von fast 3.400 Meter und mit welcher Begeisterung sie an diesem Racingkurs teilgenommen haben der auch einiges kostet. Dem RCBR danken wir für die Teilnahme und das einmalige Erlebnis, das Team macht einen super Job und es hat nicht nur den Teilnehmern Spaß gemacht, sondern auch uns. Wer einmal hier mitmachen will, hier finden Sie alle Termine.

Der Pitztaler Gletscher und das Skigebiet Rifflsee im Pitztal bietet auch für Genussskifahrer und begeisterungsfähige aktive Senioren so einiges

Über perfekte Pisten zu Carven oder den Tiefschnee zu genießen ist nach wie vor eine der schönsten Beschäftigungen, die man sich vorstellen kann und das macht am Pitztaler Gletscher besonderen Spaß. Dass die Hänge rund um den Rifflsee, am Mittagskogel oder ins Taschachtal herrliche Tiefschnee-Varianten anbieten, hat sich schon herumgesprochen. Ab Februar kann man sich im Pitztal aber nicht mehr nur aufs Zusehen verlegen, sondern kann selbst in dem einen oder anderen Freeride Camp ins Gelände fahren oder sich beim Pitztal Wild Face ins Tal stürzen. Bei den Pitztal Gletscher Freeride Camps presented by Haglöfs warten nicht nur Aufstiege auf Dreitausendergipfel, staubende Pulverschneeabfahrten sondern auch ein Fahrtraining mit Mercedes Allradfahrzeugen auf der alpinen Winterfahranlage. Der Winter am Dach Tirols hat für Freerider einiges zu bieten.

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Ein besonders Highlight ist das höchste Cafe Österreichs auf 3.440 m am Hinteren Brunnenkogel. Die Bergstation der Wildspitzbahn beherbergt dieses höchste Cafe.

cafe Ältere Menschen sind sportiv und suchen den Kick Ist es schon ein besonderes Erlebnis auf dieser Höhe eine Sachertorte oder einen Apfelstrudel zu genießen, obwohl die Produktion keine einfache Sache ist auf dieser Höhe. Die Konditoren müssen schon zu einem oder anderen Trick greifen um das gewohnte Geschmackserlebnis zu erzielen.

Unser Hoteltipp im Pitztal

Wir können das 3 Sterne Superior Hotel ALPENHOF in St.  Leonhard bestens empfehlen, in dem wir wohnten und uns sehr gut aufgehoben fühlten. Das Hotel liegt in einer ruhigen Lage inmitten intakter Natur mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Berge. Hier erleben Sie herzliche Gastfreundschaft und einen aufmerksamen Service!

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Attraktive Pauschalangebote für den Winterurlaub machen die Entscheidung leicht, denn für die Gäste ist der Skipass in den Winterpauschalen inklusive. Da macht das Skifahren gleich viel mehr Spaß. Die gemütlich und komfortabel, im Tiroler Stil eingerichteten Zimmer, Appartements und Ferienwohnungen erfüllen jeden Wohnkomfort. Hier können Sie sich einfach wie Zuhause fühlen. Das Hotel bietet auch einen modernen Wellnessbereich und so steht einem schönem Skiurlaub nichts mehr im Weg.

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Hier finden Sie noch alle weiteren Informationen.

 

Fotos/Videos: BLL Redaktion

 

 

 

 

 

 

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