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Montag, 18. Juni 2018
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Der Toyota PRIUS Hybrid im Test

Neues vom Hybridpionier in der dritten Generation.

prius hinten Der Toyota PRIUS Hybrid im Test

Das Design.

Der PRIUS punktet mit seiner aerodynamischen Form, eine flache ansteigende Front und hohe hintere Abrisskante. Die kompromisslose Orientierung an der Formsprache der Natur führt zu einem besonders geringen Luftwiderstandsbeiwert. So konnte der schon ungewöhnliche Cw-Wert von 0,26 auf 0,25 reduziert werden. Das bedeutet der PRIUS hat den geringsten Luftwiderstand aller Schrägheck-PKW weltweit.

Ganz bewusst lässt sich so auf den ersten Blick der PRIUS als Modell der Hybridfahrzeug-Baureihe erkennen. Durch eine leichte Verlängerung des vorderen Überhangs stieg die Gesamtlänge auf 4,46 m bei gleichbleibendem Radstand. Die Breite wuchs um 20 mm auf 1,745 m an, mit der Konsequenz einer erhöhten Fahrstabilität, außerdem verleiht dies dem Fahrzeug einen dynamischeren Auftritt. Die Fahrzeughöhe blieb unverändert bei 1,49 m.

Innenansicht

prius innen Der Toyota PRIUS Hybrid im Test

Im Inneren ist der PRIUS überraschend geräumig. Dabei hilft das Design der Armaturentafel und eine reduzierte Lehnenstärke der Vordersitze. Es steht mehr Beinfreiheit zur Verfügung und zusätzlich wuchs der Gepäckraum in der Länge und Breite dadurch vergrößert sich das Ladevolumen auf 445 l. Die Sitze sind bequem und bieten angenehmen Seitenhalt, das Lenkrad mit integrierten Touch Tracer-Bedienelementen unterstützt den Fahrer bei der Bedienung zahlreicher Systeme und Funktionen, ohne den Blick von der Fahrbahn abzuwenden oder die Hände vom Lenkrad zu nehmen. So können wahlweise das Audiosystem, die Klimaautomatik oder der Eco Drive Monitor angewählt und bedient werden. Die Übersicht ist gut, lediglich der integrierte Heckspoiler, der die Heckfenster teilt, wirkt etwas störend. Das Lenkrad ist zugunsten einer größeren Kniefreiheit unten abgeflacht und ist höhen-und längsverstellbar.

prius lenkr Der Toyota PRIUS Hybrid im Test

Die Armaturentafel ist in zwei Zonen eingeteilt, eine obere Informationsebene sowie ein untere Bedienebene. Im Mittelpunkt der Info-Ebene steht neben dem Head-up Display die zurückversetzte zentrale Instrumenteneinheit mit der Anzeige der Fahrgeschwindigkeit Verbrauch und den anderen üblichen Werten. Die Bedienebene ist geprägt von einer frei tragenden Mittelkonsole, die den E-Shift Wählhebel neben die Hand des Fahrers positioniert. Der gesamte Fahrgastraum bietet eine Vielzahl praktischer Ablagen. Unter der Mittelarmlehne gibt es ein Fach mit 3,7 l Volumen, das neben einem 12 V-Anschluss auch einen Anschluss für einen MP3-Player beherbergt.

Motor

Der Toyota PRIUS besitzt ein Hybrid Synergie Drive-System (HSD) mit einem 1,8 l Benzin-Verbrennungsmotor (1798ccm,  4Zylinder/16 Ventile) mit 99 PS (73 kW) und einem Elektromotor mit 82 PS (60 kW), einem Generator mit Leistungsverzweigung über Planetengetriebe und vollelektronischer Antriebssteuerung. Die Beschleunigung von 0 auf 100 erfolgt in 10,4 sec. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 km/h. Der Wert für die CO2-Emission lautet 89 g/km.

prius vorne1 Der Toyota PRIUS Hybrid im Test

Wie fährt sich der Toyota PRIUS Hybrid ?

Es ist immer wieder faszinierend ein Fahrzeug mit Elektroantrieb zu starten. So etwas muss man eigentlich selbst ausprobieren und erleben.  Auf Knopfdruck fahren die Systeme mit einem kaum hörbaren Summen hoch. Das einfache Schalten durch Bedienung des Shift-by-Wire-Wählhebels, das lautlose rein elektrische Anfahren, sowie die konstante Beschleunigung ohne Schaltpausen durch das stufenlose Getriebe, ist ein Genuss.

Im normalen Fahrbetrieb wird die Antriebskraft-Verteilung von Elektromotor und Benzinmotor permanent angepasst um die bestmöglichen Fahrleistungen bei geringstmöglichem Kraftstoffverbrauch zu erzielen. Im Schiebebetrieb und beim Bremsen wird der Benzinmotor abgeschaltet. Der Elektromotor arbeitet dann als leistungsstarker Generator und lädt die Batterie mittels Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) wieder auf. Als Vollhybrid bietet der PRIUS drei Fahrprogramme auf Knopfdruck:

1.         EV-Modus für rein elektrisches Fahren. Dabei ist die Reichweite abhängig vom Ladezustand der Hybrid-Batterie.Der                        PRIUS fährt bis zu 45 km/h völlig emissionsfrei und fast geräuschlos.

2.         ECO-Modus wenn der Benzinmotor bei Bedarf zugeschaltet wird. Damit lässt sich eine Verbrauchssenkung von 10 bis 15                  Prozent erzielen.

3.         Power-Modus mit spontaner Leistungsentfaltung für kraftvolle Beschleunigung z.B. beim Überholen.

prius displ1 Der Toyota PRIUS Hybrid im Test

 

Das Fahrverhalten des PRIUS ist sehr ausgeglichen. Er reagiert sehr gelassen auf Lastwechsel-Reaktionen z.B. in engen Kurven und beim raschen Spurwechsel auf der Autobahn. Überhaupt passt die gesamte Fahrzeugkonzeption zum geräuscharmen Cruisen in allen Straßen-Situationen. Dies gilt für die geschwindigkeitsabhängig reagierende Lenkung mit exaktem Geradeauslauf, als auch für die zupackenden Bremsen. Der üppige Wendekreis von 11,8 m kann manchmal beim Einparken oder Wenden einen zusätzlichen Einschlag der Lenkung erforderlich machen.

Fazit

Für Menschen, und hier spreche ich besonders Senioren an, die ein geräuscharmes Fahrzeug bevorzugen auch für die Umwelt ihren Beitrag leisten wollen und trotzdem auf Fahrspaß nicht verzichten wollen, bei gleichzeitig sparsamen Verbrauch – 3,9 l  (Test 4,9 l), ist der Toyota PRIUS Hybrid eine echte Alternative. Das Fahrzeug ist mit diversen aktiven und passiven Sicherheitssystemen ausgestattet. Zudem gewährt Toyota, neben den bekannten Garantien, für die Komponenten des Hybridantriebes fünf Jahre oder 100.000 km Garantie. Bei Preisen ab € 25.750,– ist die Überlegung für einen Kauf allemal konstruktiv zu entscheiden.

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