Flagge Österreich Flagge Österreich
Samstag, 23. Juni 2018
Besser Länger Leben » Auto » Der NISSAN Murano im Test

Der NISSAN Murano im Test

Sparsames Raum-Wunder.

murano 2 Der NISSAN Murano im Test

Außen-Design

Man täuscht sich nicht oft bezüglich der Größe eines Automobils. Der NISSAN Murano 2,5 dCi 6AT Executive schafft das. Aus einiger Entfernung zeigt sich der Crossover dem Betrachter objektiv mit  den bekannten Größenmaßen. Kommt man jedoch näher, so scheint es, beginnen die Proportionen zu wachsen. Das Fahrzeug wird größer, höher und länger als gedacht. Bei einer Länge von 4.860 mm, bei einer Breite von 1.885 mm und einer Höhe von 1.720 mm ist das auch kein Wunder. Das Design ist so harmonisch ausgelegt, als handle es sich um einen normalen PKW.

murano seite Der NISSAN Murano im Test

Die Frontpartie mit dem sehr hoch, bis an die Unterkante der Frontklappe reichende Kühlergrill, mit dem nach vorne spitz zulaufenden Verchromungen um das Emblem herum. Die seitlich mit einbezogenen Bi-Xenon-Scheinwerfern und einer großen unteren Kühleröffnung dazwischen der breite Stoßfänger, zeigt ein sportliches Gesicht, das dem bulligen Fahrzeug einen modernen Ausdruck verleiht. Die Seitenansicht mit den breiten Türen ist eher unspektakulär, zeigt aber ein deutliches Profil mit dem ein cw-Wert von 0,34 erreicht wird. Für ein Fahrzeug dieser Größe keine Selbstverständlichkeit. Bei der Rückansicht fällt die große Heckklappe auf, bei der man beim öffnen die wahre Größe im Inneren direkt erfahren kann.

Innenansicht

murano innen Der NISSAN Murano im Test

Im Inneren sind Armaturen die Bedienung der Schalter und Knöpfe in der Konsole und Navi sowie in den Türen übersichtlich angeordnet. Das Gefühl, in einem besonders großen Wagen zu sitzen kommt nicht auf und macht den Innenraum symphatisch übersichtlich, auffällig die enorme Kopffreiheit. Auch der hohe Einstieg und die erhöhte Sitzposition zeigen, dass es sich doch um ein größeres Fahrzeug handeln muss.

murano displ1 Der NISSAN Murano im Test

Das mit Leder bezogene Lenkrad verfügt über Bedientasten für die Audio-, Telefon- und die Geschwindigkeitsregel-Anlage. Ebenso serienmäßig ist eine Bluetooth-Schnittstelle für das Mobil-Telefon sowie die MP3-Kompatibilität und ein zusätzlicher AUX-Anschluss. Beim Murano sind die Rücksitze über Tasten im Kofferraum elektrisch wieder hochklappbar und bringen somit eine weitere Erleichterung in der Bedienung. Der gute Gesamteindruck im Innenraum wird durch die Ledersitze und das luxuriöse und hochwertige Interieur unterstrichen.

murano koffer Der NISSAN Murano im Test

Motor

Wir testeten den 2,5 Liter-dCi-Vierzylinder-Motor in Reihe mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Die Leistung beträgt 190 PS (140 kW). Die Beschleunigung von 0 auf 100 erfolgt in 10,5 sec. bei einer Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h. Der Kraftstoffverbrauch nach Werksangaben lautet 8,0 l/100 km. Der Verbrauch bei unseren Testfahrten regelte sich bei 8,8 l ein. Der Wert der CO2-Emissionen wird mit 210 g/km angegeben. Bei einem 2,0 t schweren Wagen kein schlechtes Ergebnis.

Wie fährt sich der Murano ?

Trotz seines Gewichts und seines langen Radstands (2.825 mm) ist der Murano sehr wendig und komfortabel. Verantwortlich dafür ist die Multilink-Hinterachse und der ALL MODE-4×4-i-Allradantrieb mit sicherer Traktion unter allen Fahrbedingungen. Im Normalbetrieb ist der Murano ein Fronttriebler bei Traktionsverlust leitet das System in kürzester Zeit bis zu 50% der Kraft an die Hinterräder. Man hat durchaus das Gefühl, dass sich der Motor durch sein gutes Ansprechverhalten und das exzellente Getriebe mit dem Fahrzeug und seinen 2 Tonnen, regelrecht spielt. Lenkbewegungen auf der Autobahn bezüglich Geradeauslauf sind kaum nötig, die Bremsen greifen bissig zu und Kurven werden wie auf Schienen bewältigt. Durch die serienmäßig eingebaute Heckkamera ist auch das Einparken in der Stadt kein Problem. Auch der Wendekreis von 11,8 m ist bei der Länge des Fahrzeugs akzeptabel.

Fazit

Der Murano ist ein „Raum-Schiff“ für Senioren mit allen Vorteilen, die ein Crossover bzw. SUV für sich beansprucht. Einstieg, Übersicht, Zuladung, das Beladen, Praxistauglichkeit, Raumangebot sind seine Stärken. Dazu kommt noch der für diese Gewichtsklasse sparsame Verbrauch, der auch durch Rückgewinnung von Energie, z.B beim Bremsen (Rekuperation) in die Batterie zusätzlich erfolgt. Ein gefälliges Design, aktive und passive Sicherheitssysteme und diverse Garantien, darunter eine unbegrenzte Mobilitätsgarantie runden das gute Gesamtbild ab. Da das Fahrzeug an Zubehör praktisch komplett ausgestattet ist, kann der Preis in Höhe von € 47.400,– ebenfalls als akzeptabel angesehen werden. Also ein Fahrzeug ohne Schwächen, dem man sein Vertrauen schenken kann.

murano index Der NISSAN Murano im Test

share save 256 24 Der NISSAN Murano im Test