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Dienstag, 19. Juni 2018
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Der Nissan LEAF im Test

100% elektrisch – Keine Emissionen.

leaf 1 Der Nissan LEAF im Test

Design

Auffallend am Design sind die geschwungenen Linien, die von allen Seiten deutlich erkennbar sind. Die Aerodynamik wurde sichtbar mit viel Aufwand im Windkanal optimiert. Damit wurde ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 cW erreicht. Mit dieser Vorgehensweise wurde einmal der Optik und zum Zweiten der aerodynamischen Effizienz Rechnung getragen. Die hochgezogene Dachlinie verläuft bis zu einem markanten Spoiler nach hinten. Gleichermaßen bieten der flache und glatte Unterboden dem Wind wenig Angriffsfläche.

leaf front Der Nissan LEAF im Test

Optisch sehr ansprechend ist die tief heruntergezogene, kurze Frontpartie, die von vertikal angeordneten und blau gefärbten LED-Scheinwerfern eingerahmt wird. Dabei sind die Gehäuse so geformt, dass die Luft verwirbelungsfrei an den Außenspiegeln vorbeigeleitet wird und Windgeräusche vermindert. Hier profitiert auch die Aerodynamik. Das Heck wird von schlanken, vertikalen Rückleuchten, ebenfalls in LED-Technik, eingefasst.

Innenansicht

Der LEAF ist mit seinen Maßen  L/B/H cm (4,45/1,77/1,55) ein vollwertiges Familien-Auto. Dadurch dass sich die Batterien im Unterboden befinden wird der Schwerpunkt spürbar gesenkt und bringt Vorteile bei der Raumaufteilung. Der LEAF bietet fünf Personen Platz. Die großen, breiten Türen lassen vorne und hinten einen bequemen Einstieg zu. Die angenehme Sitzposition und das überaus leicht wirkende Interieur ergänzen sich hervorragend.

leaf innen Der Nissan LEAF im Test

Die schwarz gegen den hellen Innenraum abgesetzte Mittelkonsole mit dem großen TFT-Display wird von einem „Schalthebel“, der an eine Computer-Maus erinnert, dominiert. Die Anzeige im Armaturenbrett über dem Multifunktions-Lenkrad informiert mit Digitalanzeigen (Geschwindigkeit), während dicht hinter dem Lenkrad die Informationen für den aktuellen Verbrauch während der Fahrt den Fahrer für sparsamere Fahrweise unterstützt.Der Innenraum wirkt gefällig elegant und die „blue-earth“ Gestaltung findet sich im Blau des Armaturenbretts wieder. Der Kofferraum hat ein Volumen von 330 l, bei umgeklappter Rückbank (auch Verhältnis 60 : 40 möglich) 680 l und ist auch für Senioren aufgrund der niedrigen Ladekante gut zu beladen.

leaf displ Der Nissan LEAF im Test

Motor

Der Nissan LEAF ist mit einem Wechselstrom-Synchronmotor mit einer maximalen Leistung von 80 kW (109 PS) ausgestattet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 11,9 sec. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 145 km/h, die Reichweite mit einer Batterieladung bis zu 175 Kilometer.

Wie fährt sich der Nissan LEAF ?

Einsteigen, Platz nehmen, Bremspedal treten, Startknopf drücken  wie gehabt. Jetzt kommt der große Unterschied – es passiert nichts nichts Hörbares. Auf dem Display kann man nun  beobachten, wie die Systeme lautlos hochfahren und dem Fahrer signalisieren, dass das Fahrzeug bereit ist zum starten. Zukunft pur ! Der kleine Gangwählhebel wird betätigt und der LEAF rollt fast lautlos an. Fast lautlos heißt dass im LEAF aus Sicherheitsgründen ein System installiert ist das künstliche Geräusche von sich gibt.

Der Synchron-Elektromotor liefert aus dem Stand spontan seine Leistung ab und entwickelt ein Drehmoment das in etwa auf dem Leistungsniveau eines konventionellen 2,5-Liter-V6-Benzinmotors liegt. Diese starke, lebhafte, lineare Beschleunigung ist ideal für sein bevorzugtes Einsatzgebiet in der Innenstadt und den angrenzenden Außenbezirken. Der LEAF fährt sich so leicht wie eine Feder. Das geräuschlose Fahren ist eine Wohltat für die Nerven auch bei dichtem Verkehr, da er gut gegen den Lärm von Außen gedämmt ist.

leaf heck Der Nissan LEAF im Test

Die Lenkung des Fronttrieblers ist so leichtgängig und präzise, dass man aufpassen muss nicht zu übertreiben, denn immerhin bewegt man 1,5 Tonnen. In Deutschland beträgt die durchschnittliche Tagesfahrleistung weniger als 80 Kilometer. Eine volle Batterieladung genügt für eine Reichweite von 175 Kilometer. Die individuelle Reichweite hängt natürlich vom persönlichen Fahrstil ab. Ein Display im Kombiinstrument liefert jederzeit aktuelle Daten zum Ladezustand der Batterie und die Restreichweite. Die Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) des LEAF hilft deutlich bei der Verlängerung der potentiellen Reichweite. Im ECO-Modus wird besonders effizient Bremsenergie zurückgewonnen. Dies gilt selbstverständlich auch beim Gas wegnehmen.

Für die Aufladung der Lithium-Ionen-Batterie benötigt man etwas Platz vor dem Haus bzw. einen Anschluss in der Garage und kann die Selbstaufladung  über die eigene Steckdose über Nacht durchführen. Der Ladevorgang dauert acht Stunden. Per Schnellladung sind die Akku´s an einer öffentlichen Ladestation in weniger als 30 Minuten zu 80 % wieder voll. Der LEAF besitzt sämtliche wichtige aktive und passive Sicherheitssysteme. Die reichhaltige Serienausstattung kann nur noch mit zwei Extra´s komplettiert werden:

  1. Winterpaket (mit Sitzheizung vorne und hinten)
  2. Solarzelle im Dachkantenspoiler integriert

Fazit

Den Nissan LEAF muss man gefahren haben und man wird den Gedanken nicht los, dass die herkömmlichen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor tatsächlich aus dem letzten Jahrhundert kommen. Die Leichtigkeit dieses Fahrgefühls ist unübertroffen. Die Umwelt wird geschont. Neben den umfangreichen Garantien gibt es in den ersten Jahren von Nissan eine Pannenhilfe. Ein immer dichter werdendes Strom-Tankstellen-Netz mit Schnellladestationen an den Autobahnen schafft die Basis für eine Infrastruktur, mit der auch längere Strecken bewältigt werden können. Dazu kommt ein Grundpreis von € 33.990,– der durchaus Anreiz zum Kauf auch für Senioren bietet.

leaf index Der Nissan LEAF im Test

 

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